Allegrias Landhaus ein Leben ohne Garten und Brocanteschätze ist möglich - aber sinnlos (frei nach Loriot)

Mittwoch, 24. August 2016

Promenadenflohmarkt in Münster mit Raumseelendrücken

Martina Görnemann, Autorin vieler wundervoller Wohnbücher, hatte über ihren ebenso wundervollen blog Raumseele aufgerufen, wir aktiven Blog-Leser könnten uns doch mal zum Raumseelendrücken treffen. Denise Colquhoun alias Fräulein Ordnung hatte zu diesem Zweck am letzten Samstag in Münster einen langen Tisch im Biergarten der Gaststätte Kruse-Baimken reserviert. Es gab noch einen parallelen Grund, Münster zu besuchen, den Promenadenflohmarkt !

Nach Münster fahre ich ca. 1 1/2 Stunden, kenne die Stadt und den Kruse-Baimken, weil ich mich in der Ecke oft beruflich aufhalte. Da ich Martina, Denise und die anderen Raumseelen gerne drücken und etwas kennenlernen wollte, bin ich dem Aufruf freudig gefolgt. Und prompt in eine Terminfalle getappt.

Am 20.8. hatten der weltbeste Mann und ich nämlich unseren 6. Hochzeitstag.
 Ich wurde morgens mit einem wunderbar duftenden Sommerblumenstrauß geweckt. Dazu ein ganz persönlicher Text auf einem selbst gebastelten Herz. Danke, Liebster!
Eigentlich hatte ich versprochen, uns an diesem Tag frühabends etwas Schönes zu kochen. Daraus wurde nun nichts, weil ich doch aushäusig war sein wollte. Aber ich hatte natürlich eine Lösung parat, denn Organisieren und Lösungen finden ist nicht nur mein Beruf sondern auch eine Leidenschaft :-)

Am Vormittag fuhr ich über die ewig volle A1 (gerade mal wieder ein nerviger Baustellenflickenteppich) Richtung Münster. Dort kreiste ich geschlagene 20 Minuten herum, alle Parkhäuser besetzt und auch sonst nichts zu finden, wo das Gefährt nicht im Parkverbot steht. Als ich hoffnungslos auf einem kleinen (voll besetzten) Waldparkplatz am anderen Ende des Aasees herumstand, kamen 2 junge Frauen, sprangen in ihr Auto und fuhren weg. Glück muss frau haben.

Die Quittung war dann der lange Anmarschweg bis zur Promenade aber ich wollte ja sowieso nichts Großes kaufen. Auf der Promenade war es eng und drängelig mit mehr Stillstand als auf der Autobahn.
Das Gebäude im Hintergrund suche ich oft auf. Ungewohntes Bild so umzingelt vom Flohmarkt und den Müllwagen in der Einfahrt.

Auf weiteren Plätzen schlängelte ich mich durch die verwinkelten Standreihen, den großen Platz mit den dort auch gewerblichen Händlern habe ich gar nicht komplett besucht. Ich sah zwar viele nette Dinge, das Preisniveau war aber deutlich höher und mir der Weg des Zurückschleppens definitiv zu weit.

3 kleine Teile habe ich mitgenommen.
Das gelbliche Marmorei links befindet sich jetzt in guter Gesellschaft anderer Marmorkollegen. Sieht witzig aus in den alten französischen Joghurtbechern.


Eine neue alte Schere (hinten) für den Nähkorb.
 Jacqui, ich glaube, die Schere vorne war von Dir?
Und zwei Steckigel, die einen vorher für den Zweck genutzten sehr großen pieksigen Flachskamm ersetzen als Fotohalter.
 
Dann kam der spannendste Moment des Tages, das Treffen der Raumseelen. Martina und Denise sind genauso sympathisch, wie sie auf ihren Blogs rüber kommen. Insgesamt kamen wir auf 12!! Raumseelen, starke Leistung. Sonja aus der Hamburger Ecke hatte netterweise 2 Dankeschön-Mitbringsel für die beiden Organisatorinnen dabei. Ich ärgerte mich, das ich nicht das Gleiche getan hatte. Aber da kommt bestimmt noch mal eine Gelegenheit. Wir redeten und redeten, lachten und lachten und zack ;-) , waren 2 Stunden verstrichen. Und ich musste los. Dabei hätte ich so gerne noch mal am anderen Tischende Platz genommen. Mädels auf der rechten Seite, von Euch weiß ich jetzt leider gar nichts. :-(

Martina rief, wir müssen doch noch ein Foto machen! Bis wir uns zurecht geruckelt hatten, war auch ein freundlicher Mann am Nebentisch gefunden, der geduldig auf mehreren Smartphones und meiner kleinen Knipse Foto um Foto von uns schoß.
Eines davon zeige ich jetzt hier, in der Hoffnung, das alle abgebildeten Raumseelen damit einverstanden sind. Wer sich daran stört, melde sich bitte bei mir, ich finde dann eine Lösung.
 
Noch ein Winkewinke und letztes Drücken, dann ab zum Auto,. Eine schwarze Wolkenfront war im Anzug und mein Schirm lag im Auto. Kaum auf der Autobahn, gab es einen mittleren Weltuntergang in nasser Form, die Autos schlichen mehr, als das sie fuhren und die Zeit rannte mir davon.

Ich wollte doch pünktlich um 17:30 Uhr bei uns in der Nähe in der Trattoria Mangia e Bevi sein, um von dort 2 Pizzen mitzunehmen. Mein Mann hatte daheim einen leckeren und reichhaltigen Salat gezaubert. Hinter Osnabrück riss der Himmel wieder auf, ich konnte einen Zahn zulegen und Zeit gutmachen. Fast pünktlich war ich mit dampfender Mahlzeit daheim, die Tür wurde mir schon freudig geöffnet.
Nach dem Essen gab es einen Grappa, danach italienischen Rotwein auf der Terrasse begleitet von ganz vielen Windlichtern, ganz wie vor 6 Jahren, als wir es uns nach dem offiziellen Teil auch zweisam gemütlich gemacht hatten.

Jetzt sagt nicht, Ihr kennte beide Blogs noch nicht? Dann aber mal los!
Danke Martina, danke Denise, danke an alle anderen Raumseelen. Das war ein ganz großes Glückchen mit Euch!

Dienstag, 23. August 2016

Neue Bestimmung für alte Schönheiten


Alte Haushaltsgegenstände besonders mit grauer oder pastellfarbiger Emaille finde ich wunderschön. Es müssen original alte Teile sein, nicht die neueren Dinger, bei denen die Emaille nur hauchdünn ist.

Meine Emailleschätzchen dürfen draußen im Garten neue Bestimmungen übernehmen. Und dafür müssen sie schon was aushalten. Was die Schüssel in der Mitte leider nicht aushielt, war das zu Eis gefrorene Wasser, das Frau Allegria im Winter vergaß, auszuschütten. Nun hat der Boden eine furchtbare Beule nach unten und sie würde nicht mehr gerade stehen.
In dem großen hellblauen Topf gärt eine Pflanzenjauche vor sich hin. Was ich damit vorhabe, erkläre ich demnächst.
Wegwerfen kommt nicht in Frage. Schon immer wollte ich solch eine Schüssel zum Gemüsevorwaschen am Gemüsegarten haben. Ideal wäre als Unterteil solch ein alter emaillierter Waschschüsselständer. Habe ich aber bisher noch nicht gefunden. Not macht erfinderisch und unser Feuerkorb war arbeitslos geworden, nachdem eine große Feuerschale seine Arbeit übernommen hatte. Schüssel probehalber eingehängt, passt perfekt!

Die Tomatenernte im Alustieltopf und der Mangold im Hintergrund werden nicht vorgewaschen, nur die erdigen Möhren und Ähnliches baden in Regenwasser, bevor sie das Haus betreten dürfen ;-)




Falls Ihr einen emaillierten Waschschüsselständer übrig habt., bitte meldet Euch!

Verlinkt mit Creadienstag #242

Montag, 22. August 2016

Palma und Valldemossa - eine Urlaubsnachlese

Mein treuen Leser erinnern sich vielleicht noch, im März waren wir für eine Woche auf der wundervollen Insel Mallorca. Eigentlich sollte es ein Wanderurlaub werden aber dann passierte das: Zimmer mit Aussicht
 
Da an Montagen bei den Bloggern immer ein wenig Flaute herrscht, habe ich beschlossen, Euch fortan montags immer etwas Augenschmaus und Lesefutter von den bereits hinter uns liegenden Reisen zu servieren. In Zukunft gibt es immer montags Allegrias Reisehäppchen ;-)
 
Als ich mich soweit berappelt hatte, das ich zumindest stundenweise vor die Tür konnte, habe ich mich an dem Tag, als wiederum mein lieber Mann absolut flach lag, in den Bus gesetzt und bin dann immerhin 2 Stunden durch Palma gebummelt. Die Bilder sind ein wenig geschummelt, die Hafenbilder sind vom Abreisetag und mit dem Handy aufgenommen.
 
Ist es nicht wunderschön, das mitten in der Inselmetropole noch solche Fischeridylle stattfinden kann?



Unbedingt einen Besuch wert ist auch die Markthalle! Obst und Gemüse, Fisch und Fleisch in einem überbordenden Angebot. An viele Ständen kann man Tapas bekommen und so ein wenig von der Vielfalt kosten.
Auch im Frühjahr wärmt die Sonne und es lohnt, die Ramblas entlang zu bummeln.
 

Mich faszinieren diese Fassaden.
 

In  den arabischen Bädern!

Diese Wandfarbe!!!
Eine Sifoneria!! Leider leider alles Plastikflaschen :-(




Als wir beide wieder einigermaßen geradeaus gehen konnten, haben wir kleine Ausflüge mit öffentlichen Verkehrsmitteln unternommen. Das ist so unglaublich günstig in Spanien! Wir waren einen halben Tag in Valldemossa und haben es auf uns wirken lassen. Am schönsten ist es dort, wo nicht mehr viele Touris sind, weil es schon zu weit entfernt von der berühmten Kartause ist.
 




 


 
In diesem kleinen Lokal sind wir eingekehrt, weil wir Hunger und Durst hatten. Ich habe versucht, die Bronchitis mit unglaublich süffigem spanischen Rotwein zu bekämpfen. Hat leider nicht geklappt aber es war mir an dem Tag dann relativ egal ;-)
Nächsten Montag geht es nach Port de Soller und in die Jardins d'Alfabia.

Sonntag, 21. August 2016

Glücksgefühle - mit dem Rad zur Arbeit

Der Weg zum Arbeitsplatz ist oft nervig. Im Auto - sehr häufig im Stau. Und wenn Du endlich da bist, bekommst Du keinen Parkplatz.
 
Ich habe jetzt einen Arbeitsweg von 16km mit dem Auto oder 14km mit dem Rad. Vorher waren es noch 2km mehr. Da bei uns das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln auch in der Woche sehr bescheiden ist, kommt die Fahrt mit Öffis nur im Notfall in Frage.

Warum also nicht in der sogenannten schönen Jahreszeit aufs Fahrrad umsteigen, Benzin und Nerven sparen und was Gutes für die Umwelt tun? Zum Beispiel, weil bei uns der Wind immer recht stramm und gerne von vorne weht und ich wenig Lust habe, durchgeschwitzt und abgekämpft im Büro anzukommen.

Seit fast 2 Jahren heißt meine Lösung Pedelec. Als ich die Anschaffung überlegte, sagte mein sportlicher Mann "so ein Teil kommt mir nicht auf den Hof". Haha, ich kauf mir, was ich will, nech? Und mein Mann kommt heute noch durchgeschwitzt von seinem Arbeitsweg nachhause. Allerdings hat er auch einfache Strecke 20km zu bewältigen und ebenfalls Wind von vorne.
So ein Pedelec ist aber kein Mofa und läuft umso besser, je kräftiger man selber in die Pedale tritt. Und runterschalten vor der Ampel nicht vergessen, sonst schlägt die Motorbremse beim Neustart erbarmungslos zu.

Ich sage Euch, sobald ich auf dem flotten Hirsch sitze, überschütten mich Glücksgefühle! Die schönsten Wege (siehe Foto) anstatt der vielbefahrenen Routen nehmen und lieber einen kleinen Umweg in Kauf nehmen. Herrlich!
 
Ach ja, ich hätte da noch was für einige Herren der Schöpfung zu sagen. Wenn Euch eine Frau auf einem Pedelec überholt, dann ist das keine Schwäche Eurerseits, sondern eine Motorunterstützungsleistung. Ihr müsst nicht wie die Wilden in die Pedale treten, um mich wieder hinter Euch zu lassen. Schaut auf den Akku, dann wisst Ihr, warum ich eventuell flotter unterwegs bin und könnt mich milde lächelnd des Weges ziehen lassen, ja?
 
Wie wäre es mit solch einem flotten Untersatz als zeitweise Alternative fürs Auto für Euch, mögt Ihr mir das verraten? Ich habe natürlich auch noch ein normales Straßenfahrrad.
 

Samstag, 20. August 2016

Projekt Senkgarten - nun geht es endlich richtig los!

Als Einstieg lest mal bitte hier, wie wir zum Material für einen Senkgarten kamen. Das war vor über einem Jahr, seitdem wohnen wir neben dekorativen Steinhaufen.
Immerhin habe ich im letzten Jahr die Grube ausgehoben, bis mir Zeit und Lust fehlten. Der Mantel des Schweigens schwebte über dem zukünftigen Senkgarten, der Winter kam und nun haben wir schon wieder Spätsommer. So manches Mal bin ich beim drum herum wandern fast abgerutscht und reingefallen. Oder der Rasenmäher drohte abzustürzen. Nun aber mal los, Frau Allegria, mach endlich fertig, sonst kannst Du Deinen Garten nie richtig präsentieren!

Zunächst mal Entkrauten, damit ich sehe, was ich da tue. Hat sich schon ein kleines Biotop gebildet.
 

So ist es schon besser!
Ich hatte im letzten Jahr einfach so pi mal Auge in die Tiefe gegraben. Leider habe ich einen wichtigen Aspekt völlig außer Acht gelassen. Zum Teich hin fällt das Gelände nicht unerheblich ab. Eigentlich dachte ich, ich schaffe mir eine ebene Fläche  und baue dann die Mauer hübsch waagerecht, wie sich das gehört.

Wo zur Hölle, ist nur die Mini-Schnurwasserwaage? Ganze Garage durchgewühlt und dann war sie doch tatsächlich einfach so im Werkzeugkasten. Wer hätte sie da schon vermutet ;-)

Gerne hätte ich 4 von den Steinen übereinander gehabt, macht so circa 40cm Mauerhöhe. Leider reicht dafür das Material nicht, was ich leider jetzt erst bemerkte, als ich auf die Idee kam, überschlägig zu rechnen, wie weit ich überhaupt komme. Nun werden es nur 3 Steine in der Höhe. Zum Teich hin werde ich wohl eine Abstufung vornehmen müssen. Schaut mal, weshalb:
Vorne habe ich die gewünschten 30cm Grubentiefe, hinten wären es schon über 40cm, wenn ich in der Waagerechten bleiben möchte. Positiver Nebeneffekt, ich musste gar nicht mehr weiter buddeln!

Die Mauerbrocken sind höllenschwer, da muss die Sackkarre ran. Bevor ich so richtig loslegen kann, habe ich mir die dicksten Brocken in einer abendlichen Kraftaktion einmal rund um die Grube drapiert.
Da habe ich nun mein großes Puzzle.

Wer wissen will, ob und wie ich das packe, sollte mir folgen, hihi ;-)

Freitag, 19. August 2016

Schönes vom Straßenrand für den #Fridayflowerday

Wer kennt sie nicht, die Wilde Möhre. Steht sie doch zahlreich an sonnigen Feld- oder Straßenrändern.

Ich mag so gerne die "Vogelnester", die sie bildet.



 
Zunächst hatte ich den Strauß auf unseren grünen Konsoltisch gestellt, hier samt Brocanteschätzen rechts und links zu sehen. Dann fand ich aber, der Krug, der als Vase dient, hat noch nicht genug Patina und ist zu grell gegenüber seinen patinierten Nachbarn.







Deshalb landete der Krug später solo auf einem Konsoltisch vorm großen Fenster zum Garten, da kann sie richtig wirken.
Verlinkt beim #Fridayflowerday